Das Blatt ist kein Nachrichtenmagazin. Es ist auch kein Meinungsblatt. Es ist der Versuch, aktuelle Ereignisse so zu drehen, dass sichtbar wird, was eigentlich passiert.
Das Prinzip ist einfach: Wir nehmen ein Ereignis, suchen den historischen Kontext, die echten Zahlen, die bequem vergessene Vorgeschichte — und stellen beides nebeneinander. Die Pointe schreibt sich meistens von selbst.
Ein Politiker fordert mehr Leistungsbereitschaft von der Jugend. Das Blatt schlägt nach: Zwischen 2000 und 2023 stieg die Produktivität in Deutschland um 28 Prozent. Die Reallöhne stiegen um 0,3 Prozent. Die Immobilienpreise um 180 Prozent. Wer hat hier aufgehört zu leisten?
Das ist Das Blatt. Nicht wütend. Nicht jammernd. Präzise — und deswegen meistens unangenehmer als Wut es je sein könnte.
Jan Böhmermann recherchiert und schlägt dann zu. Charlie Hebdo zeichnet das, was alle denken und keiner sagt. Die ZEIT-Glosse erklärt komplizierte Dinge in drei Absätzen. Das Blatt versucht, alle drei gleichzeitig zu sein — und scheitert regelmäßig auf interessante Weise.
Was wir nicht machen: Clickbait ohne Substanz. Empörung ohne Fakten. Satire ohne Belege. Wenn wir eine Zahl nennen, stimmt sie. Wenn wir eine Aussage zitieren, wurde sie so gemacht.
Die Redaktion. Anonym. Nicht weil wir uns verstecken, sondern weil die Argumente für sich stehen sollen — nicht der Name dahinter.
Das Blatt erscheint täglich, manchmal häufiger, manchmal seltener. Wir schreiben, wenn etwas geschieht, das aufgeschrieben werden muss.
Das Blatt ist ein unabhängiges Projekt ohne Werbung, ohne Investoren, ohne Interessenkonflikte. Englischsprachige Texte erscheinen auf unserem Schwesterprojekt The Holt Report.